Aktuelle Informationen

  • Unser Projektpartner stellt sich vor

    Unser Projektpartner stellt sich vor

    Mehrgenerationenhaus Pusteblume: Neue Lese-, Schreibe- und Sprachangebote

    Ausgangslage: Warum wir aktiv werden

    Soziale Isolation, Sprachbarrieren, Sprachunsicherheiten und fehlende Teilhabemöglichkeiten betreffen viele Menschen. Wer keine Gelegenheit hat, sich mit anderen zu treffen oder sich im Sprechen und Schreiben sicher zu fühlen, verliert leicht den Anschluss – sei es im gesellschaftlichen, familiären oder beruflichen Leben. Gerade Frauen mit Migrationsgeschichte oder Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen bleiben oft außen vor. Im Alltag fehlen oft Räume für Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen. Wer sich sprachlich nicht sicher fühlt oder keine sozialen Kontakte hat, zieht sich schnell zurück. Dadurch entsteht ein Gefühl der Einsamkeit – und wichtige Chancen auf Bildung, Mitwirkung und Selbstbestimmung bleiben ungenutzt.

    Um dem entgegenzuwirken, braucht es:

    • Begegnungsangebote in vertrauter Atmosphäre
    • unterstützende Lernmöglichkeiten ohne Leistungsdruck
    • offene Räume, in denen Gemeinschaft erlebt und gestärkt werden kann

    Das Projekt „MGH Pusteblume“: Begegnung, Bildung und Beteiligung

    Das Mehrgenerationenhaus Pusteblume schafft mit seinen zwei neuen Angeboten gezielt Räume für Austausch, gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Lernen. Unsere Angebote sind kostenfrei und orientieren sich an den Interessen und Bedarfen der Teilnehmenden. In vertrauensvoller Atmosphäre fördern wir Begegnung auf Augenhöhe, gemeinsame Aktivitäten und individuelle Lernschritte. Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, Teilhabe zu ermöglichen und das Selbstvertrauen zu stärken.

    Unsere zwei offenen Angebote im Überblick

    📖 Lernen im Lese-Schreibe-Café

    Im Lese-Schreibe-Café üben wir gemeinsam das Lesen, Schreiben und Sprechen – ganz ohne Leistungsdruck und angepasst an das, was gebraucht wird. Ob Alltagssprache, Formulare oder einfache Texte: Hier wird alltagsnah geübt und individuell unterstützt. Jeder bringt ein, was ihn oder sie beschäftigt.

    ☕ Begegnung im Café-Gespräch

    Das Café-Gespräch richtet sich an Frauen, die Lust haben, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. In gemütlicher Runde wird gemeinsam gelacht, gelesen, erzählt und manchmal auch geplant – ob kleine Ausflüge, kreative Aktionen oder andere gemeinsame Ideen.

    Deshalb braucht es unsere Projekte

    Lesen, Schreiben, Sprechen – das sind Grundpfeiler für ein selbstbestimmtes Leben. Doch Lernen fällt leichter, wenn es in einem geschützten, respektvollen Rahmen geschieht. Genau das bieten wir mit unserem Lese-Schreibe-Café und den Café-Gesprächen für Frauen: niederschwellige, alltagsnahe Angebote, die auf Vertrauen, Begegnung und Freude am Lernen setzen. Unser Ziel ist es, Fähigkeiten zu fördern, Selbstvertrauen zu stärken und Isolation entgegenzuwirken. Um den Zugang so leicht wie möglich zu gestalten, haben wir eine Kinderecke in unseren Räumlichkeiten und manchmal auch eine Kinderbetreuung, sodass auch Mütter/Väter mit Kindern zu uns kommen können. Die Räume sind außerdem barrierefrei zugänglich.

    Austausch und Vernetzung im Stadtteil

    Unsere Angebote fördern nicht nur persönliche Entwicklung, sondern auch das Miteinander. Durch regelmäßige Treffen entstehen Netzwerke, Freundschaften und Ideen für weitere gemeinsame Projekte. Wir laden ein, mitzuwirken und Teil einer lebendigen Nachbarschaft zu sein.

    Ort: Mehrgenerationenhaus Pusteblume
    Kosten: Keine – alle Angebote sind kostenfrei
    Förderung: Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus und durch die Stadt Halle (Saale)

    Ansprechpartnerin:

    Clara Seitter
    Projektleiterin
    AWO SPI Soziale Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft mbH
    Zur Saaleaue 51 a
    06122 Halle (Saale)
    0345 68694810

    Weiterführende Informationen

    Hier finden Sie Informationen zum Lese-Schreibe-Café und können sich rund um die Café-Gespräche für Frauen informieren.

  • Bildungsberatung des GBZ im Jobcenter Halle

    Bildungsberatung des GBZ im Jobcenter Halle

    Neues Angebot unterstützt Menschen mit unzureichender Grundbildung

    Das Jobcenter Halle (Saale) erweitert sein Beratungsangebot: Seit dem 27. Mai 2025 findet im Jobpoint des Jobcenters am Hansering 5 in 06108 Halle (Saale) monatlich eine Bildungsberatung des Grundbildungszentrums Halle (Saale) – Saalekreis statt.

    Dieses Angebot richtet sich gezielt an alle Erwachsenen der Stadt Halle (Saale), die ihre Grundbildung verbessern und damit ihre beruflichen Chancen nachhaltig stärken möchten. In vielen Fällen fehlen genau jene grundlegenden Fähigkeiten – insbesondere in den Bereichen Lesen und Rechtschreibung –, die es ermöglichen, den Alltag erfolgreich zu bewältigen und uneingeschränkt an der Gesellschaft teilzuhaben. Schätzungen zufolge verfügen in Halle rund 20.000 bis 25.000 erwerbsfähige Erwachsene (zwischen 18 und 64 Jahren) nicht über die notwendigen Lese- und Schreibkompetenzen.

    Eingang zum Jobpoint des Jobcenter Halle. Foto: GBZ
    Eingang zum Jobpoint des Jobcenter Halle. Foto: GBZ

    Neben einer umfassenden Beratung zu Lern- und Qualifizierungsmöglichkeiten bietet das Angebot des Grundbildungszentrums praxisnahe Empfehlungen für die Weiterentwicklung persönlicher Fähigkeiten. Auch Angehörige und beratende Fachkräfte profitieren von diesem Beratungsangebot, da sie Betroffene künftig noch gezielter als „Lotsen“ bei der Erkennung von Förderbedarfen und der Sensibilisierung unterstützen können.

    Die Beratungstermine des Grundbildungszentrums im Jobpoint finden jeweils dienstags von 10 bis 12 Uhr statt.

    Nächste Beratungstermine

    • 10.06.2025
    • 12.08.2025
    • 09.09.2025
    • 14.10.2025
    • 18.11.2025
    • 09.12.2025
    Beratungsbereich des GBZ im Jobpoint des Jobcenter Halle. Foto: GBZ
    Beratungsbereich des GBZ im Jobpoint des Jobcenter Halle. Foto: GBZ
  • Entdecke Halle! Jedes Mal überraschend anders

    Entdecke Halle! Jedes Mal überraschend anders

    Stadtmuseum Halle (Saale) und GBZ starten neues Grundbildungsangebot

    In ihrer neuen Kooperation verbinden das Stadtmuseum Halle und das GBZ die Grundbildung für Erwachsene mit der Stadtgeschichte – auf eine innovative und überraschende Weise. In einer interaktiven Atmosphäre erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die faszinierende Geschichte ihrer Stadt zu entdecken und gleichzeitig ihre Lese- und Kommunikationskompetenzen in einem praxisnahen Umfeld zu vertiefen.

    Im Mittelpunkt der dialogischen Führung standen Exponate der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung Entdecke Halle!. Die Teilnehmenden wurden dazu animiert, genau hinzuschauen und die Geschichten hinter den Ausstellungsstücken kennenzulernen. Das Prinzip: Grundbildungskompetenzen wurden fast beiläufig und ohne pädagogischen Zeigefinger vermittelt.

    Das neue Format beider Kooperationspartner zeigt eindrucksvoll, wie traditionelle Lernmethoden durch innovative Ansätze erweitert und aufgelockert werden können. Der Museumsbesuch in Halle wird so zu einem leuchtenden Beispiel dafür, wie Grundbildungsangebote auf unkonventionelle Weise gestaltet werden können – lebendig, interaktiv und stets überraschend anders.

    Kristin Land (Stadtmuseum) und Arnfried Gläser (GBZ) stellen ihr gemeinsames Angebot „Entdeckt Halle! Jedes Mal überraschend anders“ vor. Foto: Stadtmuseum Halle
    Kristin Land (Stadtmuseum) und Arnfried Gläser (GBZ) stellen ihr gemeinsames Angebot „Entdeckt Halle! Jedes Mal überraschend anders“ vor. Foto: Stadtmuseum Halle

    Nächste öffentliche Termine

    • 17. September
    • 10. Dezember

    – jeweils von 16 bis 17 Uhr

    Der Besuch aller Veranstaltungen in diesem Rahmen ist kostenfrei.

    Weiterführende Informationen

    Hier geht’s zur Pressemitteilung der Stadt Halle (Saale).

  • Unser Projektpartner AlphaBeruf stellt sich vor

    „Arbeitsorientierte Grundbildung in Sachsen-Anhalt“
    Ein Projekt der Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt gGmbH

    Ausgangslage: Warum wir aktiv werden

    Grundbildungskompetenzen wie Lesen, Schreiben, Rechnen oder digitale Kommunikation sind in nahezu allen Arbeitsbereichen unverzichtbar, etwa für das Verstehen von Arbeitsanweisungen, das Ausfüllen von Formularen oder innerhalb der Zusammenarbeit im Team.

    Mit dem digitalen Wandel steigen die Anforderungen an Beschäftigte weiter. Wer Informationen nicht sicher erfassen, verarbeiten oder weitergeben kann, ist in seiner beruflichen Handlungsfähigkeit eingeschränkt.

    In der Folge geben viele Beschäftigte mit Grundbildungsbedarf ihre Stelle auf – nicht aus fachlichen Gründen, sondern weil sie die steigenden Anforderungen nicht mehr bewältigen können. Für Unternehmen bedeutet das den Verlust wertvoller Praxiserfahrung und eine Verschärfung des Fachkräftemangels.

    Deshalb braucht es:

    • gezielte Unterstützungsangebote im Bereich Grundbildung
    • die Verankerung Arbeitsorientierter Grundbildung (AoG)1 in der Personalentwicklung
    • sensibilisierte Akteur*innen, die Bedarfe erkennen und adressieren

    Das Projekt „AlphaBeruf“: gemeinsam gestalten, was gebraucht wird

    „AlphaBeruf“ unterstützt und begleitet Unternehmen, arbeitsbezogene Institutionen und berufsbildende Einrichtungen bei der Umsetzung von AoG im Arbeits- und Ausbildungsalltag.

    Wie wir zusammenarbeiten

    Die Zusammenarbeit gestalten wir partnerschaftlich, prozessorientiert und individuell. Wir begleiten unsere Partner*innen persönlich, initiieren gemeinsam passgenaue Schritte und unterstützen bei der Entwicklung langfristiger Strategien, um AoG als festen Bestandteil von Personalentwicklung und Qualifizierung zu etablieren.

    Arbeitsschwerpunkte im Überblick

    1. Sensibilisierung und Qualifizierung von Schlüsselpersonen

    Wir bieten praxisnahe Formate zur Sensibilisierung, Beratung und Qualifizierung für Fach- und Führungskräfte, Ausbilder*innen, Personalverantwortliche, Lehrkräfte, Sozialarbeiter*innen und weitere Schlüsselpersonen. Ziel ist es, ein sicheres Verständnis im Umgang mit Grundbildungsbedarfen zu fördern und konkrete Handlungsoptionen für den beruflichen Kontext aufzuzeigen.

    2. Lernangebote für Beschäftigte und Auszubildende

    Wir entwickeln praxisnahe Lernformate, die sich an den Anforderungen der Arbeits- und Ausbildungswelt orientieren. Die Angebote zielen darauf ab, grundlegende Basiskompetenzen im beruflichen Alltag wirksam zu stärken.

    3. Vernetzung und fachlicher Austausch

    Durch den Aufbau und die Mitgestaltung von Vernetzungsstrukturen und Austauschformaten möchten wir gute Praxis fördern und Ansätze und Erfahrungen besprechen, um schließlich gemeinsame Lösungen für eine nachhaltige Grundbildungsarbeit zu entwickeln.

    All unsere Angebote sind kostenfrei und gelten landesweit in Sachsen-Anhalt.

    Monatliches Online-Sensibilisierungsangebot für alle Interessierten

    Für alle Interessierten laden wir einmal im Monat zu einer öffentlichen Online-Sensibilisierung ein: „Grundbildung als Schlüssel zur Teilhabe: Wie wir Menschen mit geringer Grundbildung unterstützen können“. Das Format richtet sich an alle, die in ihrer Arbeit oder im privaten Umfeld mit betroffenen Personen in Kontakt stehen und diese besser erreichen und unterstützen möchten. Hier können Sie sich dafür anmelden.

    Das Projekt „AlphaBeruf“ wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus, des Landes Sachsen-Anhalts und der Stiftung Neue Länder gefördert.

    Weiterführende Informationen

    Hier geht’s zum Image-Video.

    1 AoG bezeichnet das berufsbegleitende, freiwillige Lernen von arbeitsrelevanten Grundbildungsinhalten vor Ort im Betrieb. Der Begriff bezieht sich nicht nur auf das nachholende Lernen von Lesen und Schreiben, sondern ist deutlich weiter gefasst. Dabei ist Grundbildung als ein dynamisches Konzept zu verstehen. Grundbildungsinhalte sind kontextabhängig, offen und veränderbar. Es geht nicht nur um den Erwerb von basalen Kompetenzen, sondern auch um die Fähigkeit, dieses Wissen in unterschiedlichen und sich ändernden Handlungssituationen anzuwenden und an neue Bedingungen anzupassen. Ziele von AoG sind die Stärkung beruflicher Handlungsfähigkeit, die Stärkung von Qualifizierungsfähigkeit sowie die Stärkung von Persönlichkeitsentwicklung und Teilhabe insgesamt.
    (Quelle: BAK Arbeit und Leben, 2023)

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